Der Weg zum Gitarrenspiel

 

 

Jeder Ton ist schon ein Akkord (Flageoletts)

Jeder einzelne Ton, der auf der Gitarre gespielt wird, besteht aus einer Mischung mehreren Teiltöne der Obertonreihe. Die Mischung der Teiltöne und ihre Intensität des Erklingens bestimmt die Klangfarbe. Die einzelnen Teiltöne lassen sich auf der Gitarre durch Blocken der schwingenden Saite an den entsprechenden Punkten hörbar machen (Flageolett). Die schwingende Leersaite, wie auch jeder beliebige Gitarrenton, enthält alle Teiltöne der Reihe in ganz bestimmter Intensität, Daraus ergibt sich der Formant, der wesentlich dafür ist, dass man beim bloßen Hören eines Tones erkennen kann, welches Musikinstrument ihn erklingen lässt.

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Notenschlüssel der Gitarre

Die Saiten der Gitarre heißen E A d g h e´, was allgemein bekannt sein dürfte. Aber was bedeutet das? Nun, die Formate der Buchstaben geben die Lage der Töne im Spektrum der musikalischen Töne an. Wobei der Großbuchstabe auf die Große Oktave hinweist, der Kleinbuchstabe auf die Kleine Oktave und der mit ´ gekennzeichnete Ton e auf die eingestrichene Oktave. Das betrifft den tatsächlichen Klang der Gitarre.

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Am Samstag, dem 31.1.2026  um 18:45 Uhr spielte ich Online Live Gitarrenmusik.

 

Als Vorprogramm für den Salon spiele ich Stücke aus op. 100 von Mauro Giuliani.

 

Diese kurzen Studienstücke sind ganz und gar auf die harmonische Progression ausgerichtet. Der Rhythmus ist konsequent uniform und es gibt auch keine Melodie, die in den Vordergrund treten könnte. Einzig die Modulation (Tonartwechsel) von der beginnenden Dur Tonika in ihre Moll Parallele ist die bestimmende Kraft dieser Kompositionen.

 

Mit diesem Muster als Vorgabe werden die Tonarten erkundet. Beginnend mit

 

Nr. 1. C-Dur > A-Moll, also ohne Vorzeichen

über Nr. 2. G-Dur > E-Moll, 1 #,

Nr. 3. D-Dur > H-Moll, 2 #,

Nr. 4. A-Dur > Fis-Moll, 3 #.

 

Dann folgt in der Komposition des op. 100 ein seltsamer Bruch, da sich Nr. 5 nicht mehr an das Muster hält, zwar, wie zu erwarten, in E-Dur, 4 #, beginnt, aber dann nicht in die Moll Parallele Cis-Moll moduliert, sondern auch in E-Dur endet. Daher überspringe ich die Nr. 5 und fahre mit den b Tonarten fort.

 

Nr. 6 F-Dur > D-Moll, 1 b,

Nr. 7 B-Dur > G-Moll, 2 b,

Nr. 8 Es-Dur > C-Moll, 3 b,

Nr. 9 As-Dur > F-Moll, 4 b.

 

Die Etüde Nr. 5 ist der Wendepunkt, der Regelbrecher, die Mitte der Ziffern.

 

5

4       6

3              7

2                    8

1                          9

 

Abgesehen von dieser kuriosen Anomalie, über die es sich lohnt gesondert nachzudenken, empfehle ich beim Anhören der Stücke 1-4 und 6-9 die Aufmerksamkeit auf die Wahrnehmung und das Empfinden des Tonartwechsels zu richten.

 

Ich wünsche allen Zuschauern viel Freude dabei.